Planungsfehler: LKW-Verkehr  belastet die gesamte Kernstadt

 

Der Flächennutzungsplan von 2007 hat für Nidda bereits  auf die sehr belastende Verkehrsgefährung  mit dem Durchgangsverkehr der beiden Bundesstraßen hingewiesen. Bei einem 140.000 Quadratmeter großen Industriegelände mit mehreren Betrieben kann man von werktäglich von 150 - 200 zusätzlichen Schwerlastfahrzeugen ausgehen, so unsere vorsichtige Schätzung.  Auch die Belastung im vorderen Teil des Gewerbegebietes (ebenfalls ca. 140.000 Quadratmeter) wurde weder real ermittelt noch hochgerechnet.

Die Bauleitplanung nimmt auf die Verkehrssituation als zweitgrößte Gesundheitsgefahr keinen Bezug.

Lärm, Stickoxyde und vor allem Feinstaub durch Reifenabrieb sind erhebliche Risiken.  Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass etwa ein Drittel des Feinstaubs  aus Reifenabrieb besteht.

 

Das Baugesetzbuch fordert, dass  zukünftige Verkehrsbelastungen in der Bauleitplanung berücksichtigt werden.  Damit sollen spätere Konflikte vermieden werden. Hier gab es überhaupt keine Abwägungen, obwohl alle Kernstadt-Bewohner davon betroffen sind.

Die Bauleitplanung  vom Dezember 2016 sieht für das gesamte Werksgelände nur eine Werksausfahrt vor, und zwar direkt auf die  fünf Mehrfamilienblöcke zur Ludwigstraße und zur Leichthammerstraße hin (ca. 40 - 100 Meter   entfernt). 

Jeder kennt die Engstellen der Ortsdurchfahrt in Geiß-Nidda und in Dauernheim. Wie früher zu Hornitex-Zeiten führt dies dazu, dass die LKW hauptsächlich durch die Innenstadt fahren. Die Ortsgemeinden Kohden, Unter-Schmitten, Harb, Borsdorf werden dadurch ebenfalls direkt belastet.
Bad Salzhausen liegt in einer Talsenke: Feinstaub, Reifenabriebe und Stickoxyde werden auf der Kreisstraße und der Bundesstraße rings um den Kurort ausgestoßen. Sogenannte Maut-Flüchter  auf dem Weg Richtung Gießen tun Ihr übriges. 

Diese Konfliktlage für die nächsten Jahrzehnte ist vorhersehbar.

Die Konflikte für die Bevölkerung werden offensichtlich in Kauf genommen, so unser BINLE-Fazit.
Wir hoffen, die durch ein Gutachten präzisieren zu können. 

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